Gotta read THAT book
In seinem großen Roman Die Strudlhofstiege schreibt der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer über die paradoxe Doppelwahrnehmung, in der wir gefangen sind: Andere Menschen erleben wir als Wunder der Konstanz und Selbsttreue, gleichsam als abgeschlossene Sammelgebiete, während in unserem eigenen Inneren gar nichts fest und zuverlässig, sondern alles fragmentarisch und im Fluss ist. Die anderen sind komplett, wir selbst sind Provisorien, Charakter-Watte, an der die Winde zerren.
[Via Die Zeit, Nr. 18, 24.04.2008, S.49, online hier]
Schublade: Eselsohr | Tags: heimito von doderer
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