Platte: Earth to the Dandy Warhols [Track-by-Track]
Ok, doch nochmal kurz zur neuen Dandies-Platte. Sie IST ein verdammter Grower!
- Mission Control ist natürlich eine Single, die durch die Decke gehen wird. Catchy Beat. Wild gewordene Room on fire-Gitarrenfurie gegen Ende.
- Die designierte erste Single Welcome to the Third World dagegen ein ziemlicher Reinfall. Das klingt zu sehr nach Lou Reed in den 1980s und verwirrte Spätphase von den Clash. In einem Wort: Pointless. Aber verdammt, an was erinnert mich dieser Sound? An nichts gutes in jedem Fall. Alex James hat über Fat Les-Songs mal gesagt: “Wenn ich Lust habe, mit einem Haufen Spinnern aus dem Groucho Club ein paar blöde Platten zu machen, dann mach ich das einfach, scheiß drauf.” - So ungefähr ist dieser Song.
- Wasp in the Lotus dagegen wieder super. Klingt sehr nach Dead Meadow und dieser einen Band, den Dandy Warhols. Repetitiv, dunkel, wunderbar.
- And then I dreamt of Yes: Courtney im Kompressor. Mellow Beat. Schmetternde sehnsüchtige Chöre im Hintergrund. Für den Joint zum Feierabend hin.
- Talk Radio vereint alle Qualitäten der Warhols-Phase nach 13 Tales. Das Jimmy Page-Gitarrenriff aus Kashmeer aus dem Keller geholt, viele Nanananas, wieder schöner Melodienbogen.
- Der fluffigste Song ist Love Song mit wildem Banjo und warmem Synthesizer.Textlich ebenso komplex wie damals I love you.
- Ist das eigentlich Absicht, dass gleich hinterher Now You Love me folgt? Diese Schlingel. Solides Handwerk. Strophen hysterisch, Refrains elegisch, eine Menge toller Gitarrenkrach im Hinterraum.
- Mis Amigos ist Me and my friends in aufpoliertem Gewand. Meine Meinung ist bekannt.
- The Legend of The Last of the Outlaw Truckers AKA The Ballad of Sherriff Shorty - eine weitere Single. Könnte in diesem Sommer ganz gut funktionieren, tragischerweise wohl zu sehr Americana für unsere Breitengrade. Refrain macht süchtig. Hatte den gerade aus Versehen dreimal hintereinander im Loop und was soll ich sagen? Fällt gar nicht auf. Super.
- Und gleich hinterher Beast of the Saints, in dem Sound, der die Band groß gemacht hat. Repetition über vier Töne, Aaaaaahs und Oooooohs im Echolot. Live sicherlich der absolute Wahnsinn.
- Valerie Yum - leider kann ich den Text nur fragmentarisch erraten. Aber diese Fragmente sind schon etwas gestört, haha. Die waren drauf.
- Der Rausschmeißer Musee D’Nougat ist die mittlerweile obligatorische Überlängen-Murmelei mit ihren wabernden Soundflächen. Wollte grad noch schreiben, dass am Ende Vogelgezwitscher drauf ist, aber das war ein Spatz in meinem Wohnzimmer.
Ich meld mich dann nochmal mit einem abschließenden Bericht.
Monday Muzak
Die neue Dandy Warhols-Platte: etwas enttäuschend, bis auf zwei, drei Kracher. Vielleicht ein Grower. We’ll see. Mein Kontrastprogramm daher heute: Wilco und die “Hotel Yankee Foxtrot”. Und dabei denk ich, wie idiotisch David Kahne damals gewesen ist, diese große amerikanische Platte abzusägen und die Band damit praktisch vor die Tür zu setzen.
Song: The World The People Together (ComeOn)
Morgen Am 19. Mai isses mit der neuen Dandy Warhols-Platte soweit, und schon heute höre ich den ersten Song. Der klingt wie T-Rex auf Speed und wurde gerade von den Warhols freigegeben. Langes Intro, one mighty bassline, Courtney in krächzendem Falsett und in der Folge irgendwo zwischen “Welcome to the Monkey House” und ihrem medial (zu Recht) untergegangenen 2006er SpinOff “Have A Kick Ass Summer (Me And My Friends)” zu verorten. Erster Song der neuen Platte. Könnte eine Party zum Tanzen bringen, mich bestimmt auch.
The Dandy Warhols zum sechsten (am achten)
Es gab mal eine Zeit, in der ich sämtliche VÖs monatelang im Pre wusste. Man konnte mich mitten am Nachmittag wecken und ich konnte sie monoton herunterbeten. Die neue Dandies-Platte (hurra!) ist mir völlig aus dem Radar gerutscht und so ist es umso erfreulicher, dass nur noch vierzehn Mal schlafen angesagt ist, bis meine Nadel auf “Earth to The Dandy Warhols” aufsetzen darf. Eine Recherche ergab nichts Leakiges, so far. Was gut ist. Because they deserve adhered appointments. They just do.
Justin von slabtown hat den Kleinkram und weiter unten einen 6-Song-Mitschnitt mit Liveversionen der neuen Sachen und bei YouTube gibt’s zwei Promoclips von Mike Bruce.







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