Godard: Traffic Jam Scene from Weekend
Song: Wavves - So bored
I love noise. Wavves from California deliver it, fresh as fuck. Love it, love it, love it!
My bubbling hard drive
According to WinDirStat:
Put the Absinth in the fridge - a Nieuw Broken Beats Orgy
SV - TSG
Selten so eine geile 1. Halbzeit gesehen wie bei Werder gegen Hoffenheim gerade.
W-o-w!
Synchro: Derrick - Auf der Jagd nach den Pilzen
Mein Bro hat ein lustiges Hobby: Neusynchronisationen. Diese Perle hat er vor einigen Monaten gemacht und ich liebe ihn dafür. Nie haben Dirk von Lowztow und Horst Tappert besser harmoniert. Zum Feiern!
Ladies and Gentlemen, Vorhang auf für
“Derrick - Auf der Jagd nach den Pilzen”
[Direktpilze: Teil I & Teil II]
AddOn: PicLens - The Blue Pill for FireFox
Gott, ich bin ja so verliebt in PicLens für Firefox. Bilder und Videos surfen wie Neo und Morpheus in der Matrix. Oder wie nachts in der MediaMarkt-Tv-Abteilung.
Platte: Earth to the Dandy Warhols [Track-by-Track]
Ok, doch nochmal kurz zur neuen Dandies-Platte. Sie IST ein verdammter Grower!
- Mission Control ist natürlich eine Single, die durch die Decke gehen wird. Catchy Beat. Wild gewordene Room on fire-Gitarrenfurie gegen Ende.
- Die designierte erste Single Welcome to the Third World dagegen ein ziemlicher Reinfall. Das klingt zu sehr nach Lou Reed in den 1980s und verwirrte Spätphase von den Clash. In einem Wort: Pointless. Aber verdammt, an was erinnert mich dieser Sound? An nichts gutes in jedem Fall. Alex James hat über Fat Les-Songs mal gesagt: “Wenn ich Lust habe, mit einem Haufen Spinnern aus dem Groucho Club ein paar blöde Platten zu machen, dann mach ich das einfach, scheiß drauf.” - So ungefähr ist dieser Song.
- Wasp in the Lotus dagegen wieder super. Klingt sehr nach Dead Meadow und dieser einen Band, den Dandy Warhols. Repetitiv, dunkel, wunderbar.
- And then I dreamt of Yes: Courtney im Kompressor. Mellow Beat. Schmetternde sehnsüchtige Chöre im Hintergrund. Für den Joint zum Feierabend hin.
- Talk Radio vereint alle Qualitäten der Warhols-Phase nach 13 Tales. Das Jimmy Page-Gitarrenriff aus Kashmeer aus dem Keller geholt, viele Nanananas, wieder schöner Melodienbogen.
- Der fluffigste Song ist Love Song mit wildem Banjo und warmem Synthesizer.Textlich ebenso komplex wie damals I love you.
- Ist das eigentlich Absicht, dass gleich hinterher Now You Love me folgt? Diese Schlingel. Solides Handwerk. Strophen hysterisch, Refrains elegisch, eine Menge toller Gitarrenkrach im Hinterraum.
- Mis Amigos ist Me and my friends in aufpoliertem Gewand. Meine Meinung ist bekannt.
- The Legend of The Last of the Outlaw Truckers AKA The Ballad of Sherriff Shorty - eine weitere Single. Könnte in diesem Sommer ganz gut funktionieren, tragischerweise wohl zu sehr Americana für unsere Breitengrade. Refrain macht süchtig. Hatte den gerade aus Versehen dreimal hintereinander im Loop und was soll ich sagen? Fällt gar nicht auf. Super.
- Und gleich hinterher Beast of the Saints, in dem Sound, der die Band groß gemacht hat. Repetition über vier Töne, Aaaaaahs und Oooooohs im Echolot. Live sicherlich der absolute Wahnsinn.
- Valerie Yum - leider kann ich den Text nur fragmentarisch erraten. Aber diese Fragmente sind schon etwas gestört, haha. Die waren drauf.
- Der Rausschmeißer Musee D’Nougat ist die mittlerweile obligatorische Überlängen-Murmelei mit ihren wabernden Soundflächen. Wollte grad noch schreiben, dass am Ende Vogelgezwitscher drauf ist, aber das war ein Spatz in meinem Wohnzimmer.
Ich meld mich dann nochmal mit einem abschließenden Bericht.
Life has no meaning without Fock’n'Toll
Das jetzt-Mäg hat unter der Überschrift “Buchstaben ohne Botschaft” eine zauberhafte Bilderserie veröffentlicht und sie uns ins Netz gestellt. Es geht um chinesische T-Shirts mit englischen Slogans, deren Sinngehalt ungefähr zwischen Monty Python’s Dirty Hungarian Dictionary und Justin Timberlake’s Tattoo-Fauxpas pendelt. Dabei sehen die Motive aus wie wahllos aus dem Netz zusammenkopiert (Hauptsache plakativ oder bescheuert) und in Photoshop sinnfrei zusammengepappt.
In Print auf Seite 35 (SZ 115, 19. Mai) gabs dann auch noch was schönes von Dirk von Gehlen Philipp Mattheis über “Generationen”:
Drei Jahre ist mein Uni-Abschluss her. Was Kants kategorischer Imperativ bedeutet, kann ich nur in Form des Spruches “Was Du nicht willst, was man Dir tu’ …” erklären. Meine Bildung ist ein fragiles Mosaik aus Halbwissen, das an den richtigen Stellen platziert, zwar manchmal noch etwas Eindruck schindet, aber ohne Wikipedia und Google wie ein Kartenhaus zusammenstürzt.
Wie wahr, wie wahr.
Auch sehr gut die Liste der “100 Gründe gegen Festivals”.
Da stimmt fast A-L-L-E-S und deswegen fahr ich auf keine deutschen Festivals mehr.
The Dandy Warhols zum sechsten (am achten)
Es gab mal eine Zeit, in der ich sämtliche VÖs monatelang im Pre wusste. Man konnte mich mitten am Nachmittag wecken und ich konnte sie monoton herunterbeten. Die neue Dandies-Platte (hurra!) ist mir völlig aus dem Radar gerutscht und so ist es umso erfreulicher, dass nur noch vierzehn Mal schlafen angesagt ist, bis meine Nadel auf “Earth to The Dandy Warhols” aufsetzen darf. Eine Recherche ergab nichts Leakiges, so far. Was gut ist. Because they deserve adhered appointments. They just do.
Justin von slabtown hat den Kleinkram und weiter unten einen 6-Song-Mitschnitt mit Liveversionen der neuen Sachen und bei YouTube gibt’s zwei Promoclips von Mike Bruce.
Kunst: The Polaroid Kidd
Tine erinnerte mich vorhin am Urbanhafen in der Sonne an den amerikanischen Photographen Mike Brodie aka Polaroid Kidd aus Philly Florida, einen Dokumentar der amerikanischen Hobo-Kultur im 3. Jahrtausend. Dabei stehen sich Inhalt und Form diametral gegenüber. Das Polaroid-Format als “Wegwerfmedium” zeigt hier genial austarierte und unaufgeregt komponierte Motive von jungen Menschen auf Booten und Zügen, an Eisenbahngleisen, in verfallenen Holzbutzen. Kerouac meets Postmoderne. Brodie’s Mami hat das mal “a lot of screwed up and angry people living a dark and depraved lifestyle” genannt.
Landschaften aus einer anderen Zeit. Gleich taucht Dylan hinter der Biegung auf. Oder ein einsames Wanderzirkuszelt. Oder da ist gar nichts. Was ja auch ganz schön ist. Und wir das nur vergessen haben.
Einen lesenswerten Kommentar zu Brodies Photographien hab ich beim “Meandering Flight of the Albatross” gefunden. Die Bilder selbst stehen unter Ridin’ Dirty Face und im artNET. Und beim Filmchenhoster unserer aller Wahl gibt’s auch was.







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