Football’s not home

fäb am 2. May 2008 um 21:08 Uhr | 0

Ich verspüre beim Anklang der 80.000 singenden Kehlen im Dortmunder Westfalenstadion wieder mal den adoleszenten Wunsch, in einer Stadt mit einer zujubelungswürdigen Bundesligamannschaft zu leben. Die Hertha kann das gar nicht sein: für Fussballzwecke furchtbares Stadion am Allerwertesten der Stadt, merkwürdige Fans mit Hang zu Dusselaktionen, noch merkwürdigerer Lokalkolorit und eine Mannschaft, in der die aufstrebenden jungen Talente reihenweise ins In- und Ausland verscherbelt werden. Als wenn das noch nicht genug wäre, zieht auch noch einer der Hoeneß-Flitzpiepen die Fäden. Wenigstens der ohne Wurstfabrik.

Wie schön wäre stattdessen ein reines Fussballstadion in der Nähe (trotz TeBe)? Mit einer Mannschaft, der ich auch zujubeln möchte. Vielleicht wäre das US-amerikanische Franchise-System mit seinen Vereinsumzügen genau das Richtige. Bremen hatte jetzt schließlich lange genug das Vorrecht auf Tore, Titel, Zauberei.

Weil: Kreuzberg braucht Spitzenfussball. Und die Hertha ganz sicher ein bißchen Konkurrenz.

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